Skilift Panorama Terenten, Bericht Oktober 2018

Nachdem ich in letzter Zeit immer wieder auf die Situation beim Skilift Panorama Terenten und die betreffende Kampagne des Bürgermeisters gegen mich angesprochen werde, auch von Pressevertretungen, möchte ich hiermit als Mitglied der Skilift Panorama Terenten GmbH und als langjähriger Verwaltungsrat dieser Gesellschaft die Hintergründe für mein Ausscheiden aus dem Verwaltungsgremium mit 05.09.18 darlegen.

Nach fast 20-jähriger Mitarbeit im Verwaltungsrat und wesentlichem Anteil am erfolgreichen Aufbau des neuen Skilifts Panorama, bin ich seit Anfang September 2018 nicht mehr im Verwaltungsgremium der Skilift Panorama Terenten GmbH.

Dies ist das Ergebnis einer politisch motivierten Kampagne von Bürgermeister Weger gegen mich und die Folge seiner Drohung der Nichtauszahlung von Geldern seitens der Gemeinde an den Skilift, sollte ich weiterhin im Verwaltungsrat sein.

Der Hauptaktionär, welcher aufgrund seiner über 80% Anteile das Verwaltungsgremium in der Gesellschafter-Versammlung vom 05.09.18 alleine zu bestimmen hatte, war in Anbetracht der aktuellen prekären finanziellen Situation beim Skilift somit gezwungen auf meine weitere Mitarbeit zu verzichten. Es gab zwar jede Menge Empörung, Bedauern und Ratlosigkeit, aber den Mut, sich endlich dem Treiben des Bürgermeisters entgegenzustellen, hatte niemand. Dem Dorfkaiser kann man sich nicht ungestraft widersetzen ...

 

Immer wieder in Vergangenheit und erneut in letzter Zeit, haben SVP-Akteure und Mitläufer des Bürgermeisters versucht, meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für den Skilift zu diskreditieren und in Frage zu stellen. Dabei handelt es sich vor allem um Leute, die nie einen Finger gratis gerührt haben, inklusive des Bürgermeisters. Für sie ist es nicht vorstellbar, dass jemand so viel Zeit und Einsatz völlig ehrenamtlich ohne jegliche finanzielle Entschädigung leisten kann wie ich es für den Skilift fast 2 Jahrzehnte lang getan habe.
SVP-Akteure und Mitläufer haben mir und dem Präsidenten Michael Schmid seit Jahren sogar mit Anzeige gedroht, sollte ich weiterhin beim Skilift tätig sein. Sie hatten nur nicht damit gerechnet, dass meine Tätigkeit von meinem Arbeitgeber genehmigt war.

 

Seit der Schließung des alten Skilifts vor ca. 20 Jahren habe ich an der Seite der anderen langjährigen Verwaltungsräte für den Wiederaufbau der neuen Anlage gearbeitet und wesentliche Verantwortung übernommen. Ich war es u.a. auch, der immer für Weiterentwicklung und einen attraktiven Betrieb gekämpft hat, so z.B. für die Anbindung an Kronplatz/Superski und letzthin Eisacktal, den Ankauf des Förderbandes, die Errichtung des Snowparks, die vielen Veranstaltungen, Skirennen, Skikurse, Training und vor allem für die Sicherheit! 

 

Diese verantwortungsvolle Tätigkeit habe ich immer ohne jegliche finanzielle Entschädigung ausgeübt, mehr noch: neben der unendlich vielen Zeit habe ich eigene Mittel und persönliche Technologie eingesetzt und regelmäßig aus meiner eigenen Tasche Geld investiert, z.B. für die Webseite des Skilifts, für Software und für Werbung - im Schnitt mehrere 100 Euro pro Jahr!

Wenn jetzt einige neidische Mitläufer der Kampagne gegen mich versuchen meine Leistungen zu schädigen durch Falschaussagen und Lügen, so ist das mehr als schäbig, vor allem wenn unter ihnen auch Leute sind, die sich für ihre Arbeit beim Skilift teuer bezahlen und entschädigen lassen!

 

Bürgermeister Weger hat dem Skilift durch seine Schmutzkampagne gegen mich großen Schaden zugefügt, noch mehr aber durch seine leeren finanziellen Versprechungen der letzten Jahre und durch untragbare Entscheidungen und Interventionen in seinem Eigeninteresse!

 

  • 2016 hat er durchgesetzt, dass die Gäste von Terenten (inzwischen sogar auch jene von Kiens) beim Skilift Panorama 30% Ermäßigung erhalten, während die Einheimischen den vollen Preis bezahlen. Untragbar und außerdem EU-widrig!
    Die Differenz wird durch den Tourismusverein Terenten gegenfinanziert, aus öffentlichen Geldern, Steuergeldern und Beiträgen vonseiten der Gemeinde! 

 

  • Er hat versprochen, die Rohrleitung für Beschneiung vom Flitschhof bis zur Bergstation als Zivilschutzleitung zu deklarieren und durch die Gemeinde zu finanzieren. Keinen Cent hat die Gemeinde dafür gegeben, also ein leeres Versprechen in der Vorwahlzeit!

 

  • Für die getätigten Investitionen durch den Skilift im Zusammenhang mit der Beschneiungsanlage (2016-2018) hat er einen außerordentlichen Beitrag von 50.000€ durch die Gemeinde versprochen, Auszahlung 2017. Kein Cent wurde bislang ausbezahlt! Jetzt, von mir unter Druck gesetzt, will er den Betrag über einen Dienstleistungsvertrag auszahlen, und zwar für die Lieferung von Beregnungswasser aus dem Terner Bach für die Sportzone, zugeliefert u.a. über die Rohrleitung des Skilifts!!!
    Der Skilift verfügt allerdings nur über eine Wasserkonzession für den Winter, in der anderen Zeit kommt kein Wasser über diese Rohrleitung! Und den Betrag für diesen langfristig ausgelegten Dienstleistungsvertrag will er in einer Tranche ausbezahlen??? Der Rechnungshof lässt grüßen ...

 

  • Bekanntlich will BM Weger den Skilift in eine weitere finanzielle Misere schicken. Er drängt massiv auf den Bau eines teuren, inzwischen aber völlig unnötigen Speicherbeckens! Wenn man seinen Arbeitgeber kennt, ist diese Intervention nachvollziehbar ... und das Fatale daran: Unter seinem Druck sind dem Skilift bis jetzt bereits Zusatzkosten von ca. 35.000€ nur für Material (doppelte Rohrleitung) und Planungskosten (Speicherbecken) entstanden. Mit dem Bau eines Speicherbeckens (Kosten ca. 600.000€) würde eine zusätzliche Pumpstation (weitere 100.000€) notwendig, mit wesentlichen Mehrkosten für den Betrieb und eingeschränkter Wirksamkeit. 
    Neben seinem Arbeitgeber soll wohl auch noch Wählerklientel aus der Landwirtschaft auf Kosten des Skilifts bedient werden???

 

  • Weger wollte die 40% Anteile der Gemeinde an der Skilift Panorama Terenten GmbH dem Tourismusverein Terenten verkaufen, um Entscheidungen weiterhin direkt beeinflussen zu können. Unter seiner Mitregie wurden im Herbst 2017 auch bereits verschiedene Vorbereitungen und Entscheidungen dahingehend getroffen, so. z.B. die Führung des Skihütten-Barbetriebes durch den TVT. Besonders interessant in diesem Zusammenhang erscheint eine plötzliche Gehaltserhöhung für die Angestellte des TVT von 1.700€ auf 2.000€, beschlossen kurz vor der Wintersaison 2017/18!

 

  • Eine bodenlose Frechheit hat sich der Bürgermeister erlaubt, als er im Zusammenhang mit dem Bilanzminus von 2017 mir und einer weiteren Ehrenamtlichen sowie den fleißigen MitarbeiterInnen wiederholt schlechtes Arbeiten im Barbetrieb der Skihütte vorgeworfen hat! Es brauche dringend das notwendige „Know-How“ in der Bar ... so seine Worte. Ob darunter exzessiver Alkoholausschank - auch an Minderjährige - gemeint war? ... 
    Das Minus in der Bilanz ist auch 2018 geblieben, die Mehreinnahmen wurden von den Personalkosten mehr als aufgefressen.

 

  • In seiner Unkenntnis wusste der BM nicht, dass es bei Veräußerung von Gesellschaftsanteilen ein Vorkaufsrecht für die Gesellschafter gibt. Sein Plan, die Anteile der Gemeinde dem TVT zu verkaufen, ging schief. Es wurde alles unternommen, um den Erwerb von Anteilen durch mich zu verhindern, u.a. durch einen laut Sachverständigen illegalen Beschluss des Gemeindeausschusses. Ich wurde vom einfachen Gemeinderat plötzlich zum Gemeindeverwalter erhoben und damit vom Erwerb ausgeschlossen. Die Anteile der Gemeinde erwarb dann im Frühjahr 2018 Paul Lechner, und der weitere Verlauf ist bekannt (s.o.).

 

Mir fällt der Ausstieg von der aktiven Mitarbeit beim Skilift zu diesem Zeitpunkt und unter diesen Umständen äußerst leicht! Endlich kann ich die viele bisher geopferte Zeit für meine eigenen Belange verwenden, und die große persönliche Verantwortung für das Unternehmen Skilift haben nun andere zu tragen. Außerdem ist das Unternehmen nun völlig in privater Hand.

 

Gesellschafter der Skilift Panorama Terenten GmbH bin ich aber weiterhin und als solcher werde ich das Geschehen sehr aufmerksam verfolgen, besonders in Bezug auf Dokumentation und Bezahlung von Arbeitszeiten sowie die betreffende Transparenz. Bekanntlich habe ich als Verwaltungsrat in der Gesellschafterversammlung am 05.09.18 nicht für die Genehmigung der Bilanz gestimmt, und das aus gutem Grund.

 

Eine Ergänzung zum Abschluss:
Mit der geschlossenen Ablehnung meines Beschlussantrages zur Ausarbeitung und Umsetzung eines transparenten und wirksamen Unterstützungskonzeptes für den Skilift Panorama im Gemeinderat vom 09.10.2018 hat die SVP Terenten unter BM Weger eindeutig bewiesen, dass sie nicht fähig und nicht willens ist, ein schlüssiges, nachhaltiges und transparentes Förderungskonzept für den Skilift einzugehen und umzusetzen. Es gibt sogar ein Dafürhalten in der Terner SVP, den Gästen beim Skilift 30% Ermäßigung zu gewähren und die Einheimischen den vollen Preis bezahlen zu lassen! Man ist also gegen die eigene Bevölkerung!!!

 

Dem aktuellen Verwaltungsrat wünsche ich angesichts dieser Tatsachen ein gutes Auge auf das, was abläuft, eine glückliche Hand für das, was zu tun ist und vor allem die notwendige Resistenz gegen negative Einflüsse von außen, besonders jene des längst rücktrittsreifen Bürgermeisters und seiner Mitläufer.

 

Karl Engl

Oktober 2018


Stellungnahme zu den Aussagen des Bürgermeisters in der Gemeinderatssitzung vom 18.12.2018, betreffend meine Aufforderung an ihn zum Rücktritt

An der GR-Sitzung vom 18.12.2018 konnte ich aus Termingründen leider nicht teilnehmen. Laut Protokoll hat der BM zu meiner Rücktrittsaufforderung an ihn laut meinem Schreiben vom 09.10.2018 (s.o.) Stellung genommen und dabei jegliche Einflussnahme seinerseits in die Bestellung des neuen Verwaltungsrates der „Skilift Panorama Terenten GmbH“ bestritten.

Seine diesbezüglichen Aussagen sind der Versuch einer Irreführung, die Fakten liegen ganz anders! Als Beleg dafür kann ich zwei konkrete Beispiele aus Versammlungen nennen, wo Reinhold Weger in seinem Amt als BM ganz klar Position gegen mich als Verwaltungsrat beim Skilift bezogen und gegen mich Stimmung gemacht hat:

 

1.   Im Rahmen der ordentlichen Generalversammlung der „Skilift Panorama Terenten GmbH“ im September 2017 hat er auf eine längere Wortmeldung meinerseits, in welcher ich u.a. aufgezeigt habe, wie ärmlich die Gemeindeverwaltung von Terenten ihre Unterstützung des Skilifts im Vergleich zu anderen vergleichbaren Gemeinden und im Vergleich zu ihrer jährlichen Beitragszahlung an das Hallenschwimmbad in Reischach ausfallen lässt, u.a. folgende Aussage getätigt: „Wer so etwas sagt, ist als Verwaltungsrat beim Skilift nicht mehr tragbar.“ 

 

2.   In der Generalversammlung des ASV Terenten am 08.03.2018 hat der BM ebenso auf eine längere Wortmeldung meinerseits, in welcher ich aufgezeigt habe, wie unkorrekt sich die Gemeindeverwaltung im Zusammenhang mit dem Sportverein Terenten und dem Skilift verhält, Folgendes gegen mich gerichtet gesagt: „… wenn man hergeht und hier Propaganda macht, weil man beim Skilift demnächst ausgeschlossen wird …“

 

Darüber hinaus gab es ausreichend Aussagen direkt Beteiligter über die wiederholte Intervention des BM gegen mein weiteres Mitwirken im Verwaltungsrat des Skilifts. So z.B. auch in der ordentlichen Generalversammlung der Skiliftgesellschaft am 05.09.18, wo der BM unmittelbar nach seiner Begrüßung fluchtartig den Saal verließ, obwohl er laut Vereinbarung auch noch die Wahl des Verwaltungsrates hätte leiten sollen. Im Zusammenhang mit der Neubestellung des Verwaltungsrates wurde dann die Unverträglichkeit meiner Person in diesem Gremium mit der zusätzlich notwendigen finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde unmissverständlich ausgesprochen und begründet, mit langanhaltender Diskussion. Im betreffenden Protokoll wird dies aus nachvollziehbaren Gründen leider nicht erwähnt. 

 

Wenn der BM sich nun u.a. mit dem geltenden Dienstleistungsvertrag zwischen Gemeinde und Liftgesellschaft, welcher nicht einseitig gebrochen werden könne, herauszureden versucht, ist das billige und bewusste Irreführung. Es geht nämlich um einen zusätzlich versprochenen Betrag von 50.000€ für die erneuerte Beschneiungsanlage, auf den die Liftgesellschaft seit zwei Jahren vergeblich wartet und den sie dringend notwendig hätte.

 

Wenn sich einer als Bürgermeister zum Dorfkaiser aufplustert und aus politischen Motiven derart in die Angelegenheiten einer privaten Gesellschaft Einfluss nimmt, kann das nicht geduldet werden. Als Konsequenz fordere ich den Rücktritt!

Wer sich von der Korrektheit meiner Darlegungen überzeugen will, braucht nur die richtigen Leute zu fragen, die werden es bestätigen.